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Und nun...?
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"Im Dickicht von Lebensmittelpyramiden, Empfehlungen, Nährwerttabellen und Ernährungsrichtungen fühlt man sich mittlerweile wie zwischen rivalisierenden Religionsgemeinschaften. Alle sind auf dem Kreuzzug für die irgendwie gesündere Ernährung, doch welcher der richtige Weg dahin ist, darüber scheiden sich die Geister."
Die unterschiedlichen Ernährungsempfehlungen (Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, low carb, vegetarisch, vegan, Trennkost, Ernährung nach den 5 Elementen, anthroposophisch, makrobiotisch, ayurvedisch ... sind ebenso zahlreich wie widersprüchlich und jede hat überzeugte Anhänger und leidenschaftliche Gegner.
„In die Vergangenheit zu blicken hilft bei der Suche noch der wahrhaft gesunden Ernährung auch nicht weiter. Eine ursprüngliche Kost hat der Mensch wahrscheinlich nie gehabt In der Arktis gab es Robbenfleisch, auf den Höhen der Anden vor allem Getreide und in den Tropen viel Obst.“
In Gebieten, in denen es nicht zu einer Mischung unterschiedlicher Völker kam, ist die traditionelle Ernährung der Vorfahren ideal. Doch in typischen Einwanderungsländern, zu denen Deutschland gehört, haben sich im Laufe der Jahrhunderte die unterschiedlichsten Stoffwechseltypen angesiedelt und vermischt. Deshalb ist es hier nicht möglich, aus den traditionellen Ernährungsgewohnheiten auf den heutigen Bedarf zu schließen, der für jeden gleichermaßen gilt.
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„Was wir sagen können, ist dass extremes Übergewicht ungesund ist und dass viel Gemüse und Obst, abwechslungsreiche und mäßige Kost und Vollkornprodukte gesund sind.“ sagt Ursel Wahrburg, Professorin für Ernährungswissenschaften an der Fachhochschule Münster.
Mehr als Richtungshinweise kann man für die Ernährung eigentlich nicht geben, meint sie
„Die Menschen sind sehr unterschiedlich, was Stoffwechsel und Gene angeht Jeder reagiert anders auf Essen. Jeder muss innerhalb dieser Leitplanken für sich herausfinden, was er verträgt was ihm schmeckt und wie er nicht zunimmt. Eine Ernährungsempfehlung, die für alle gleichermaßen gelten soll, kann ich inzwischen nicht mehr rechtfertigen.“
Quelle: Magazin - Die Zeit, Zeit Wissen, Nr. 05/2006
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MERKE:
Was immer der Mensch mit Nahrungsaufnahme verbindet - in energetischer Hinsicht entscheidet nur, ob diese Nahrung vom Körper optimal verwertet werden kann - ohne dass mehr Abfallprodukte anfallen als verwertbare Energie.
Es gibt also keine pauschalen Ernährungsempfehlungen, die für jeden das gesundheitliche Nonplusultra garantieren?
Nun, ein paar grundsätzliche Dinge gibt es schon, deren Beachtung unbestritten sind und für jeden einen Beitrag zu seiner Gesundheit darstellen:
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Zusatzstoffe vermeiden (E-Nummern!, Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Aromen -auch natürliche-, Stabilisatoren und insbesondere Geschmacksverstärker)
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Gehärtete Fette meiden (erscheinen in den Inhaltsstoffangaben als: „enth. zum Teil geh. Fette/Öle“, meist vorhanden in Keksen, Konditoreiwaren, Müsli, Fertigsuppen und -soßen)
Was jedoch den optimalen prozentualen Anteil an Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten und die Auswahl einzelner „besonders guter“ Lebensmittel angeht, ist abhängig von individuellen Faktoren wie Stoffwechsel- und Drüsentyp.
Wenn Sie also sicher gehen wollen, welche Ernährungsweise für Ihren Körper optimal ist, dann sollten Sie Ihren Stoffwechsel- und Drüsentyp testen lassen.
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Schon mal darüber nachgedacht?
Wer sich hierzulande ein Auto kauft, nimmt die Verantwortung für seinen fahrbaren Untersatz zumeist sehr ernst:
Er schaut regelmäßig nach dem Ölstand, prüft die Bremsflüssigkeit, bringt es zur Inspektion, hält es sauber, gibt ihm den passenden Brennstoff... Jeder Autobesitzer weiß, dass es langfristig günstiger ist, Geld für regelmäßige Wartung auszugeben, als sich von einer teuren Reparatur überraschen zu lassen oder das Risiko eines Unfalls einzugehen. Merkwürdigerweise sind viele Menschen mit ihrem eigenen Körper weit weniger umsichtig.
Nahrung und Ernährung spielen eine bedeutende Rolle in der Erhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Sie sind sehr wichtig bei der Verhütung und Behandlung von Krankheiten. Laut WHO sind 80% aller bisher bekannten Krankheiten ernährungsbedingt, werden aber in der Regel nicht ursächlich behandelt.
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Die jährlichen Kosten zur Behandlung von ernährungsabhängigen Krankheiten belaufen ich auf über 100 Mrd. Euro (Tendenz stark steigend) allein in Deutschland.
Der Ernährungsexperte und Autor Dr. Ralph Bircher brachte die damit verbundene Problematik mit folgendem Satz auf den Punkt:
„Es kommt nicht umso mehr Gesundheit heraus, je mehr Geld man in die Krankheit steckt.“
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